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Nachfrage nach Tech-Talenten und KI-Fachkräften in Berlin steigt und die Hauptstadtregion ist ein wichtiger Ausbildungsstandort für KI-Fachkräfte.

Berlin entwickelt sich kontinuierlich zum Zentrum Künstlicher Intelligenz. Immer mehr Unternehmen, die sich mit KI beschäftigen, siedeln sich in der Hauptstadt an. Das ergab eine aktuelle Studie des weltweit größten beruflichen digitalen Netzwerkes LinkedIn. Berlin ist nicht nur ein Startup-up-Hub, sondern auch einer der wichtigsten Technologie- und KI-Standorte in Deutschland: Von 45.000 KI-Fachkräften in Deutschland, sind 18 Prozent in der Hauptstadtregion zu finden. Das ergab eine LinkedIn-Auswertung in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie der Wirtschaftsförderung Berlin und der Technologiestiftung.

Der Studie zufolge verfügen fast 50 Prozent der 727.000 LinkedIn-Mitglieder in der Hauptstadt über digitale Fach- und Anwendungskompetenzen. Drei Prozent (ca. 8.000 Mitglieder) gaben an, KI-Fachkräfte zu sein, mehr als ein Drittel wurde sogar in Berlin ausgebildet. Damit liegt Berlin bei der Anzahl der KI-Fachkräfte knapp hinter München. Rund 20 Prozent der Berlin-Brandenburger KI-Fachkräfte sind in Wissenschaft und Bildung beschäftigt. Das ist ein großes Plus, denn so ließe sich perspektivisch der Fachkräftemangel ausgleichen.

47 Prozent der Befragten gaben eine Form der Digitalkompetenz an – genauso viele wie in München. Während Berlin mit 42 Prozent an Anwendungskompetenz führend ist, liegt München im Bereich der Fachkompetenzen mit 35 Prozent knapp vor Berlin. Nach Berlin und München sind Hamburg (42 Prozent), Frankfurt (41 Prozent) und Stuttgart (39 Prozent) die Städte mit dem größten Anteil an digital geschulten Fachkräften. Bei der Geschlechteraufteilung zeigt sich allerdings immer noch ein Ungleichgewicht: Frauen machen bisher lediglich 37 Prozent der Arbeitnehmer mit Digitalkompetenzen aus. Im Bereich KI sind es sogar nur 16 Prozent.

Nachfrage nach Tech-Talenten steigt

Auch die Nachfrage nach digitalen Kompetenzen ist in der Hauptstadt um 20 Prozent gestiegen. Während 2016 noch 52 Prozent aller Mitglieder, die den Job gewechselt haben, über digitale Kompetenzen verfügten, waren es 2018 schon 62 Prozent. Laut der Investitionsbank Berlin entstand in den letzten zehn Jahren jeder 7.Berliner Job in der Digitalwirtschaft.

Auch der Anteil der Fachkräfte im Bereich Künstliche Intelligenz dürfte sich in den nächsten Jahren noch einmal verbessern, denn die zweitgrößte Branche, in der KI-Fachkräfte tätig sind, ist der Bereich „Bildung und Forschung“ mit 20 Prozent hinter dem Bereich „Software und Dienstleistungen“ (50 Prozent). Zwei Wachstumsbranchen, die auf Innovation und Zukunftstechnologien angewiesen sind und KI als Lösungen in diversen Anwendungen bereits heute integrieren und weiterentwickeln.

Die Top 5 Unternehmen, die KI Fachkräfte beschäftigen und das größte Wachstumspotenzial aufzeigen, sind Zalando, N26, Wayfair, Auto1 und Delivery Hero. Bei der Angabe der Berufsbezeichnungen dominieren die Jobtitel aus der Entwicklung: Unter den ersten zehn befinden sich Softwareingenieur, Datenwissenschaftler, Dateningenieur, Backend-Entwickler, CTO, Machine Learning Engineer und Full Stack Engineer.

Auch in den KI-Ausbildungsberufen liegt Berlin vorn

Berlin wird für den KI-Nachwuchs ebenfalls immer attraktiver: 38 Prozent der Fachkräfte im Bereich Künstlicher Intelligenz wurden hier ausgebildet sehen in der Region offensichtlich Zukunfts- und Lebensperspektiven. Neben den Universitäten sorgen auch private Institute wie das Hasso-Plattner-Institut und die CODE University für weiteren KI-Nachwuchs. Der kommt nicht mehr nur aus der Informatik, so findet sich die Universität der Künste ebenfalls in der Auflistung der Studie wieder. Die Ergebnisse zeigen auch, dass KI ein internationaler Bereich ist: 37 Prozent der KI-Fachkräfte haben ihren Abschluss im Ausland erworben. Hier liegen die USA vorn, gefolgt von Indien, Russland und Großbritannien. Die restlichen 24 Prozent verteilen sich auf deutsche Standorte.

KI erwirtschaftete im Jahr 2017 rund 0,5 Milliarden Euro, die nach Schätzungen der Technologiestiftung bis zum Jahr 2025 auf rund zwei Milliarden Euro steigen wird. 80 Prozent der KI-Unternehmen sind im B2B-Bereich tätig.

Die Ergebnisse der Auswertung basieren auf einer Analyse der LinkedIn-Datenbank vom März 2019. Die Studie untersucht LinkedIn Mitglieder in der Hauptstadtregion. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf Mitgliedern mit Digitalkompetenz, d.h. Mitgliedern, die auf ihrem Profil mindestens eine Fähigkeit angegeben haben, die als Digitalkompetenz definiert wurde.

Hier finden Sie die komplette Studie: Download LinkedIn-Studie

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